Biomülltonne: Was ist erlaubt und was nicht?

· 2 min read
Biomülltonne: Was ist erlaubt und was nicht?

Bioabfalltonnen sind unspektakuläre, aber wichtige Behälter. Obwohl sie manchmal streng riechen und an heißen Tagen fast überquellen, haben sie eine treue Fangemeinde – wie Apfelschalen im Herbst. Kein Wunder! Wer eine Biotonne im Hof stehen hat, weiß: Die Mülltrennung bekommt eine ganz neue Dynamik. Da wandert die Schnur vom Teebeutel genauso hinein wie das matschige Gemüse aus Omas Kühlschrank. Und trotzdem stellt sich immer wieder dieselbe Frage: Was gehört wirklich hinein?




Manche Leute werfen welke Schnittblumen und Plastikbinder in die Tonne, als wäre die Müllabfuhr ein Bio-Zauberer. MACH’S RICHTIG
Vorsicht: Plastik im Biomüll sorgt im Kompostwerk für Ärger! Also Tacheles. Kartoffelschalen? Besser draußen lassen, außer man möchte einen Methansee im Vorgarten anlegen. Bananenschalen?. Bei exotischen Früchten aber bitte aufpassen.

Zwiebelreste in allen Farben? Aber wo ist die Serviette vom Buffet? Nur rein damit, wenn sie nicht in Soße getränkt ist. Wer zu faul zum Sortieren ist, sollte lieber Frieden mit den Nachbarn halten – denn irgendwann riecht man’s und es gibt Ärger.

Im Sommer wird die Biotonne zum Fruchtfliegen-Club. Ein nicht dicht schließender Deckel lockt ganze Armeen an. Zeitungspapier am Boden der Tonne vermeidet Matsch und Gestank. Sehr willkommen! Aber Filtertüten aus Kunstfaser?. Nehmt lieber kompostierbares Papier. Wer Tüten für den Biomüll nutzt, sollte unbedingt auf das Keimling-Logo achten – sonst gibt es Ärger im Werk.

Während viele Speisereste als Bio-Gold gefeiert werden, sehen andere darin Rattensnacks. Fakt ist: Gekochte Speisen locken Tiere an. Also: lieber sparsam entsorgen. Eierschalen? Eiersalat?. Fleisch und Knochen?, es sei denn, das Kompostwerk erlaubt es ausdrücklich.

Ein Nachbar von mir wollte mal seine alte Fußmatte entsorgen. „Ist doch Natur!“, rief er. Die Müllabfuhr fand das weniger witzig. Ergebnis: ein Brief im Kasten und etwas Klatsch mit den Nachbarn.

Biotonne – klingt einfach. Aber wer’s ernst nimmt, erlebt ein kleines Müll-Abenteuer zwischen Duft von Kaffee und Apfelresten. Vielleicht sogar ein nettes Gesprächsthema für den nächsten Plausch. Oder wie wir sagen: Besser richtig trennen als falsche Tonne wählen.